Ausbildung zum Trainerassistenten 2009
Nach erfolgreicher Anmeldung begaben sich 31 Lehrgangsteilnehmer/innen am 17. Januar
2009 auf den Weg nach Warendorf ins Sportlerheim der WSU, um dort die Ausbildung zum
Trainer-Assistenten zu absolvieren. Drei Wochenenden vollgepackt mit Theorie und Praxis,
die uns den Schweiß auf der Stirn stehen lassen sollten. Lehrgangsorte waren Warendorf (für
zwei Wochenenden) und Beckum (für das letzte Wochenende). Vielen Dank dafür.
Beginn war am 17. Januar 2009 um 8.45 Uhr. Nach einer kurzen fröhlich-freundlichen Begrüßung durch Ulrike und Nadine wurde aus Spaß sehr schnell Ernst. Nadine war unsere erste Referentin und bemühte sich, uns in 1 1/2 Stunden das Selbstverständnis des Trainer-Assistenten nahe zu bringen. Wir sprachen über die allgemeinen Herausforderungen und Pflichten, die wir in unserer Eigenschaft als Trainer-Assistent eingehen. Auch der Ehrenkodex war ein Thema. Zum Glück blieb uns viel Schreibarbeit erspart, denn Nadine hatte einen Satz Kopien für uns angefertigt. So fiel vielen das Aufpassen leichter… doch noch wussten wir zu diesem Zeitpunkt nicht, dass sich das sehr schnell ändern würde…
Im Anschluss an die Theorieeinheit wurde es sportlich-spaßig-ernst: Wir lernten Kristian
Roszkopf kennen. Zuerst war alles ganz spaßig. Als Aufwärmprogramm teilte er uns in gleich
große Gruppen auf und ließ uns Basketball spielen. Dadurch wurde zum ersten Mal unsere
Gruppendynamik getestet und ein besseres Kennenlernen ermöglicht. Aber dann wurde aus
dem Spielspaß Sporternst. Die funktionelle Gymnastik stand auf dem Plan und ließ so einige
von uns ganz schön alt aussehen. Nach anstrengenden 1 1/2 Stunden in der Turnhalle hatten
wir uns das Mittagessen redlich verdient. Doch in ein Mittagstief zu fallen, dazu bekamen wir
gar nicht erst die Gelegenheit. Direkt nach der Pause ging es weiter mit den Themen Rechtsfragen,
Erziehung und Bildung sowie allgemeine Trainingsmethoden. Kristian legte sehr viele
Folien auf, die kaum einer im Stande war mitzuschreiben. Zum Glück hatte Jo Freitag sein
Multifunktionsgerät (Kopierer und Drucker in Kleinformat) dabei, so dass alle schon am
Montag die Unterlagen per Mail zur Verfügung hatten. Nach 3 Stunden harter Theorie und
ersten Ermüdungserscheinungen ging es dann ins Hallenbad. Wasserspringen in der Praxis
stand auf dem Programm. Viele ausgefallene Übungen, die sich längst nicht jeder zutraute
und doch am Ende gemacht hat. Es wurden verschiedene Figuren vom Beckenrand, vom
Startblock und vom 1-m-Brett geschafft und geschafft und mit rauchenden Köpfen gingen
wir an diesem ersten Tag nach Hause.
Nach einer kurzen Nacht, denn am Sonntag ging es auch schon um 9.00 Uhr wieder los, trafen
wir uns im Warendorfer Hallenbad. Kristian scheuchte uns mit Wasserball um dann
nach der Wassereinheit direkt mit der Theorieeinheit Kraft- und Beweglichkeitstraining weiterzumachen.
Wieder wurden viele Folien aufgelegt und eine ganze Menge Input in unsere
Köpfe gepackt. Auch hier war Jos Hilfe bestens angebracht. Danke dafür! Die wohlverdiente
Mittagspause nahm ein jähes Ende, denn schon stand das Thema Methodik, Didaktik (1 1/2
Stunden) und die physikalischen Eigenschaften des Wassers auf dem Plan (auch wieder 1 1/2
Stunden). Mitschreiben war für die nicht mehr ganz so Jungen unter uns gänzlich unmöglich
bei so vielen Informationen. Da war es wichtiger zuzuhören und den Stift zur Seite zu legen,
denn wir wussten ja: die Infos kommen per Mail. Nach also erneuter 3-stündiger Theorie
kam der Ausgleich im Wasser. Was für ein Tag! Sehr viel Input und alle waren kaputt!!!
2. Wochenende: Wieder Treffpunkt Warendorf, Sportlerheim. Unsere heutigen Referenten waren Christine Busert und Frank Bröckelmann vom Wiedenbrücker TV. In einer doch im
Vergleich zum ersten Wochenende wesentlich lockereren Stimmung begannen wir im
Schwimmbad mit der Einführung in Rücken und Freistil sowie kindgerechtes Spiel und erste
Übungsformen. Frank und Christine verstanden es, uns zwischendurch immer wieder zum
lachen zu bringen. Danach war wieder Theorie angesagt. Dort wurde das theoretisch angebracht
und eingebläut, was wir vorher in der Praxis ausprobieren durften. Nach der Mittagspause
war dann das Thema Gesundheit und Medizin an der Reihe. Christine erklärte uns,
wie wichtig Kohlenhydrate, Fette und Proteine für uns sind und dass es besser ist, nicht von
Einfachzucker zu leben. Sie gab mehrere Beispiele für gesunde Ernährung und wie wir darauf
achten, dass unsere Schwimmer sich ebenfalls daran halten. Im Anschluss ging es dann
wieder ins Wasser und Christine zeigte und Beispiele und gab wichtige Informationen für die
Wassergewöhnung und Wasserbewältigung. Sie gab Spielbeispiele und die ganze Gruppe
zeigte ein lachendes Gesicht. Ein weiterer erfolgreicher Lehrgangstag ging dann nach ca. 1 1/2
Stunden aber doch mit müden Gesichtern zu Ende.
Nicht wirklich ausgeschlafen ging es dann
am Sonntag bereits um 8.30 Uhr wieder weiter. Müde Gesichter blicken Nadine an, die mit
uns die Entwicklungsphasen und die pädagogischen Anforderungen in Verbindung mit den
physikalischen Eigenschaften des Wassers in einer 3-stündigen Theorieeinheit lernen wollte.
Das Mitschreiben erforderte hohe Konzentration und eine gewisse Schnelligkeit in der Stiftführung
und gelang längst nicht jedem. Steve Rulik war es, der schon Unterlagen darüber
besaß und uns ebenfalls per Mail zur Verfügung stellte. Danke Steve! Nach einer erholsamen
Mittagspause, in der die dampfenden Köpfe sich ein bisschen ausruhen konnten, war wieder
Treffpunkt Hallenbad. Nadine machte mit uns verschieden Experimente im Wasser, die den
ein oder anderen doch auch mal in einen Lachkrampf ausarten ließ. Nach soviel Theorie war
das auch mal dringend nötig. Und dann wurde es musikalisch-sportlich. Petra Gustke, die
Fachwartin für Synchronschwimmen im Bezirk beehrte und mit ihren Töchtern und führte
uns in die Grundtechniken des Synchronschwimmens ein. Ihre Töchter zeigten uns einige
Übungen, die wir dann mehr oder weniger erfolgreich und mehr oder weniger geschickt
nachmachen durften. Zum Schluss der Übungseinheit im Wasser wurde uns dann noch ein
Teil aus einer Kür gezeigt. Nach der Wassereinheit weihte uns Petra noch in die Theorie des
Synchronschwimmens ein. D.h. sie erzählte uns, was Synchronschwimmen ist und wie es
aufgebaut ist. In staunende Gesichter durfte sie blicken, als sie uns erzählte, was man für das
Synchronschwimmen alles leisten muss… Aber damit an Theorie noch nicht genug, ging es
direkt mit Burkhard Schröder, unserem 1. Vorsitzenden im Bezirk und dem Thema Sportverständnis
weiter. Burkhard erklärte uns, wie der Bezirk aufgebaut ist und wie er mit dem
SV NRW zusammenhängt. An diesem Sonntag wurde wieder sehr viel Input in unsere Köpfe
gebracht und so gingen wir am Sonntagabend völlig erschöpft und mit rauchenden Köpfen
nach Hause. Jetzt war erst einmal eine Lehrgangspause angesetzt, denn das dritte Wochenende
kam erst in zwei Wochen auf uns zu.
3. Wochenende: Treffpunkt: Albertus-Magnus-Gymnasium in Beckum. Nachdem wir alle ausgeschlafen vor verschlossenen Türen standen, die sich einfach nicht öffnen lassen wollten,
war die Laune noch gut. Endlich schafften wir es, in das Gebäude einzudringen und so
starteten wir mit etwas Verspätung um 11.00 Uhr mit dem letzten Lehrgangswochenende.
Eine aufgelockerte Stimmung überkam die ganze Gruppe, als Karen Küttemeier als Referentin
zu uns kam. Bei ihr wurden wir in die Theorie von Aquafitness und den allgemeinen Trainingsprinzipien
sowie der Gruppendynamik eingewiesen. Wieder viel Theorie! Jedoch wusste
Karen die ganze Atmosphäre spielerisch aufzulockern. Es wurde viel gelacht und geschmunzelt,
obwohl es insgesamt 3 Stunden Theorie waren. Nach der Mittagspause beehrten
uns wieder Christine Busert und Frank Bröckelmann, die dieses Mal das Thema Brust und
Schmetterling sowie Starts und Wenden im Gepäck hatten. Auch hier wieder viel Input,
was dann hinterher im Schwimmbad in die Praxis umgesetzt wurde. Total erledigt ging es
nach Hause um die letzte Nacht vor der Prüfung noch einmal richtig auszuschlafen.
Am Sonntag ging es dann schon um 9.00 Uhr weiter. Thema: Motivation; Referentin: Karen
Küttemeier. 1 1/2 Stunden Theorie ließen uns bei ihr vorkommen, wie eine halbe Stunde,
denn Karen verstand es wieder einmal super, uns richtig zu motivieren… Danach ging es in
die Turnhalle und auch da zeigte sich, dass wir super motiviert waren, denn die Übungen - letztendlich waren es Spiele - haben uns alle zum lachen gebracht, die Gruppen untereinander
funktionierten tadellos und alle haben Spaß gehabt. Verschwitzt aber froh über die Mittagspause
gab es bei vielen dennoch nur ein Thema: Was wohl gleich in der Prüfung für Fragen
kommen? Immer wieder hörte man: Hast Du dieses und jenes gelernt? Hoffentlich packe
ich es.
Nach der Mittagspause ging es dann ins Schwimmbad. Leider hatten wir nur zwei Bahnen zur
Verfügung, so dass wir uns beim Thema Aquafitness ein bisschen einschränken mussten. Zu
aktueller und fetziger Musik gingen die Übungen fast wie von alleine. Alle hatten einen Riesenspaß
und kaum einer dachte während der Übungen an die herannahende Prüfung. Doch
dann wurde es Ernst: Ulrike und Rüdiger hatten die Tische auf zwei Klassenräume verteilt,
damit keiner vom anderen abschreiben konnte - leider. Die Prüfungsbögen wurden
ausgeteilt und dann ging es los. Nach ca. 1 Stunde hatten alle die Prüfung beendet und wir
trafen uns in der Turnhalle, wo Karen bereits auf uns wartete, um bei wiederum toller Musik
unsere konditionellen Fähigkeiten zu testen. Doch irgendwie war die Luft raus. In der Umkleide
wurde erst einmal bis ins kleinste Detail die Prüfung auseinandergenommen und jeder
war der Meinung: Ich bin durchgefallen! Dann, nach einer erlösenden Stunde teilte Rüdiger
uns mit, dass die Auswertung erfolgt ist und wir uns wieder alle im Klassenraum treffen. Die
Angst, ob man wirklich durchgefallen war, keimte innerlich in jedem von uns. Bei dem einen
mehr, bei dem anderen weniger. Wir sind dann mit Ulrike alle Aufgaben noch einmal durchgegangen
und erhielten dann unsere Bescheinigungen. Leider haben es ein paar ganz wenige
von uns nicht geschafft, aber wir konnten sie, dank der erlernten Gruppendynamik und Motivation
wieder versöhnlich stimmen und beim nächsten Mal habt ihr es auch geschafft!!! Da
sind wir uns alle zu 100 % sicher!
Das Fazit des Lehrganges: Wir hatten, trotz aller Anstrengungen und Schweißperlen auf der Stirn, trotz der rauchenden Köpfe und dem sehr ärgerlichen Muskelkater bei dem ein oder anderen einen Riesenspaß und bedanken uns bei Ulrike, Nadine, Kristian, Christine, Frank, Petra, Burkhard, Karen und Rüdiger für drei unvergessliche, teuflisch anstrengende aber sehr lehrreiche Wochenenden.


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