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Jahresrückblick 2001 Schwimmen in OWL

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Das hinter uns liegende Jahr war für jeden von uns eines mit anderen Schwerpunkten. Gemeinsam hatten wir, dass wir mit viel Freude und Elan an unsere Tätigkeiten in Verein und Verband herangegangen sind und am Ende doch zufrieden auf die geleistete Arbeit zurückschauen konnten.

Für diejenigen, die wenig Zeit zum Lesen haben, hier einen sehr knappen Schnellüberblick: Für die, die mehr Zeit haben, folgt jetzt ein umfangreicherer Bericht.

Zunächst möchte ich mich ganz herzlich bei meinen Mitarbeitern im Schwimmausschuss bedanken, die so manches Mal ihre Freizeit für den SV OWL opferten, damit alle geplanten Aktivitäten auch stattfinden konnten. Aber auch die Vereinsvertreter darf ich hier nicht unerwähnt lassen - einige haben sich mit uns gemeinsam sehr stark engagiert, so dass nur mit ihrer Hilfe wirklich alle Wettkämpfe, Lehrgänge und der Technikertag durchgeführt werden konnten.
Auch die sporadisch tagenden Arbeitsgruppen haben sicherlich sehr konstruktiv gearbeitet - die Ergebnisse liegen Euch vor und sind Euch hoffentlich eine Hilfe. Und natürlich sollten wir auch die Trainer hier nicht vergessen, die durch ihren regelmäßigen Einsatz erst die guten Leistungen unserer Aktiven ermöglichen.

Besonders wichtig erscheint mir die endlich verwirklichte Möglichkeit, als SV OWL im Internet vertreten zu sein. Mittlerweile ist unsere Seite, vor allem für den Bereich Schwimmen, eine schon recht umfangreiche, wichtige Informationsquelle für viele Vereine geworden. Schnell und aktuell sind Neuigkeiten, Sachinformationen, Ausschreibungen, Meldeergebnisse, Fotos und Protokolle von Wettkämpfen zu erhalten. Natürlich werden noch nicht alle unsere und Eure Wünsche sofort erfüllbar sein, aber unsere Webmaster Michael Hirsch und Kamil Swierkot geben sich doch alle erdenkliche Mühe. Bei ihnen möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken für die vielen Anregungen, Hilfestellungen und Umsetzungen, um "unsere" Seite endlich zu erstellen und mit Leben zu füllen.
Mit Eurer Hilfe, d.h. mit Euren Anregungen, wird es uns allen gelingen, diese Seite noch bunter, vielfältiger und interessanter zu gestalten. Dazu gehören auch Eure Berichte und Bilder von Wettkämpfen, Trainingslagern, sonstigen Veranstaltungen. Unsere Seite sollte ein vielfältiges Bild der in OWL stattfindenden Aktivitäten liefern.

Neben den offiziellen OWL-Wettkämpfen wurden weitere 55 Einladungswettkämpfe durchgeführt, teilweise kleine, überschaubare, die von vielen u.a. zur Pflege von Kontakten und für erste Erfahrungen für NachwuchsschwimmerInnen genutzt werden, aber auch andere, teilweise international besetzte Wettkämpfe, die auf recht hohem Niveau ein wirkliches Kräftemessen ermöglichen und deutlich machen, welch hoher Standard auch bei uns in OWL in etlichen Vereinen erreicht wird.

Sehr stark gestiegen ist der Anteil der Vereine, die sich international betätigen. Allein 19 mal wurde eine Auslandsstartgenehmigung ausgesprochen. Die Zahl der SchwimmerInnen, die beteiligt waren, ist natürlich wesentlicher höher, denn einige Vereine fahren mit Bussen zu den befreundeten Clubs ins Ausland. Bevorzugte Partnerschaften werden dabei mit den Niederlanden, Belgien und Frankreich gepflegt. Die Masters trafen sich im letzten Jahr allerdings auf Mallorca zur EM und waren begeistert. Ein gut organisierter Wettkampf ließ sich dabei mit einem Urlaub verbinden.

Die DMS-Wettkämpfe waren wie immer die ersten im Jahr. Und wie immer waren sie voller Spannung. Mit enormem Einsatz kämpften alle SchwimmerInnen darum, ihr gesetztes Ziel zu erreichen, sei es Klassenerhalt oder Aufstieg. 33 Mannschaften kämpften in der Klasse, 10 in der Liga, weitere in der Ober- und Verbandsliga und zeugen von dem hohen Stellenwert, den dieser Wettkampf bei den Vereinen einnimmt.
Wie gut die einzelnen Vereine waren, haben wir den Tabellen Anfang des Jahres entnehmen können. Immerhin mischen in der 2. Bundesliga mit dem ST Bielefeld bei den Herren und dem 1. Paderborner SV bei Frauen und Männern Vereine aus OWL ganz gut mit und unterstreichen dadurch, dass in den Vereinen leistungsmäßig sehr gut gearbeitet wird.

Die "Lange Strecke" sah rund zwanzig Starts mehr als im Vorjahr. Und dass die Schwimmjugend unsere Aktiven während der Wartezeiten auch zu anderen Aktivitäten als Schwimmen verführte, zeigt erneut die Vielseitigkeit unserer Schwimmer und des Jugendausschusses. Der Ausrichter zeigte Flexibilität, als kurzfristig Blumen für die Masters besorgt werden mussten. Ein dickes Dankeschön dafür, verbunden mit einem schon wehmütigen Blick auf die lange Strecke im Jahr 2002 in Jöllenbeck, die uns als SV OWL dort dann wahrscheinlich das letzte Mal sieht. Denn auch dieses Bad wird geschlossen, d.h. nicht mehr mit einer Traglufthalle in den Wintermonaten überbaut. Es wird deutlich, dass wir Vereine viel stärker zusammenarbeiten müssen, uns auch politisch engagieren müssen, wenn wir weiterhin unserem Hobby, dem Schwimmen, nicht nur spaßeshalber, sondern auch wettkampfmäßig weiter nachgehen wollen.

Dass die 50m-Bahn-Meisterschaften überhaupt stattfinden konnten, verdanken wir den Vereinen aus Minden und Detmold. Wie seit einigen Jahren immer deutlicher wird, ist die Ausrichtung einer OWL-Veranstaltung nicht immer das angestrebte Ziel unserer Vereine. Aber wenn wir weiterhin diesen OWL-Vergleich wollen, wenn sich unsere besten SchwimmerInnen miteinander messen sollen, dann geht das nicht ohne die Bereitschaft, so einen Wettkampf auch einmal auszurichten.

Das diesjährige Beispiel hat sehr gut verdeutlicht, dass eine Zusammenarbeit zweier Vereine durchaus hervorragend gelingen kann und auf allen Seiten Zufriedenheit hervorrufen kann. An dieser Stelle nochmals ein dickes Dankeschön an die beiden mutigen Vereine, verbunden mit dem Aufruf an andere Vereine, sich evtl. in Kooperation mit einem anderen Verein mal als Ausrichter zu bewerben. Erneut kümmerte sich die Schwimmjugend darum, in der Freizeit für Ablenkung zu sorgen und war auch immer dicht umlagert.
Bei unseren SchwimmerInnen und den Zuschauern/Eltern sehr gut angekommen ist die Siegerehrung, verbunden mit einem Foto-shooting (durch den mit Elan an diese Aktion herangehenden Guido Teckentrup), so dass jeder "Sieger" am Ende der Veranstaltung sein Bild von der Siegerehrung mit nach Haus nehmen konnte. Besonders gut gelungen war auch die jeweilige Kommentierung durch den Sprecher Uwe Thost, dem es selbst am Ende dieser Mammut-Veranstaltung mit 1449 Starts noch gelang, Wettkampf und Ehrungen spannend und informativ für alle darzustellen.

Die Masters-Meisterschaften litten dieses Jahr unter der geringen Meldezahl. Nur 100 Teilnehmer mit im Schnitt drei Starts ließen den Wettkampf zu einem kurzen Vergnügen werden, das aber ganz liebevoll und individuell vom Ausrichter Gütersloh gestaltet wurde - ein hervorragendes Kuchenbuffet und wunderbares Sommerwetter inclusive. Die Übergabe von Blumen an die Sieger ließen so manchen Schwimmer mit einem dicken Blumenstrauß wieder nach Hause gehen.

Völlig überrollt wurde der SC Herford von der Zahl der Meldungen für den in diesem Jahr das erste Mal zusammengelegten Doppelwettkampf aus DMSJ und Staffel-Meisterschaften. Die Zahl der Meldungen lag um 50 % höher als bei der getrennten Durchführung in den vergangenen Jahren. Das lag z.T. sicherlich an der Neuerung, dass bei der DMSJ jetzt das Alter der Teilnehmer nach unten hin beliebig ist (bis zur zulässigen Altersgrenze), also jüngere SchwimmerInnen immer eingesetzt werden können. Das kommt natürlich gerade kleineren Vereinen entgegen, die dadurch an diesem Staffelwettkampf viel eher teilnehmen können. Das führte auch zu einer Qualifikation von OWL-Vereinen für die nächsthöhere Ebene.
Bei über 300 Staffelmeldungen wurde es ganz schön eng im Herforder Bad. Nach anfänglichen Problemen mit dem Badbetreiber konnte man sich aber später doch arrangieren, so dass hin und wieder ein Sitzplatz ergattert werden konnte. Schlimmer jedoch als die Enge empfanden viele die Akustik, die bei der hohen Zahl von Menschen im Bad wirklich zu einem ohrenbetäubenden Dauerlärm wurde. Dass dennoch so viele gute Zeiten erzielt wurden, ist deshalb umso höher zu bewerten. Auch hier ein Dankeschön an den Ausrichter, der nicht geahnt hatte, was an Arbeit durch die vielen Meldungen auf ihn zukam.

Die Erhöhung der Meldezahlen setzte sich auch bei den Sprint- und Kurzbahn-Meisterschaften fort. 5 Vereine, 40 Teilnehmer und rund 150 Starts mehr als im Vorjahr haben auch im Aquawede vom ausrichtenden Schwimm-Team mehr als normal abverlangt. Gut, dass hier die Räumlichkeiten doch mehr Platz für die weit über 400 Personen im Bad boten. Nochmals "Danke" für Euren unermüdlichen Einsatz!

Ausfallen musste leider wie im letzten Jahr die "OWL-Masters-Night". Warum? Natürlich mangels Masse. Aber warum dieser so interessante Wettkampf nicht angenommen wird, wissen wir nicht. Liegt es am Termin? Über Antworten auf diese Fragen würden wir uns freuen.

Nicht unerwähnt bleiben soll allerdings auch ein Wettkampf, der zwar nicht direkt zu unserem Zuständigkeitsbereich gehört, aber in unserem Bezirk stattfand: die SV NRW-Masters-Meisterschaften, Kurze Strecken. Die SG Oelde hat einen ganz hervorragenden Wettkampf ausgerichtet, hat die Gunst der Stunde genutzt und die Landesgartenschau mit eingebunden und ein rundum gelungenes "Schwimmfest" auf die Beine gestellt. Lob kam von allen Seiten und der Aufruf vom SV NRW, in OWL doch häufiger mal einen größeren Wettkampf auszurichten, wenn das immer so wunderbar organisiert würde. Einziger Kritikpunkt: das Wetter und das kalte Wasser, aber dafür kann man den Ausrichter ja nicht verantwortlich machen.
Leider erwies sich dieser Wettkampf auf anderer Ebene auch als negatives Erlebnis. Der erste Dopingfall im DSV seit fast 10 Jahren war zu verzeichnen. Und dass unsere "Doping-Sünderin" als Glücksfall für den DSV bezeichnet wurde, weil dadurch alle wieder wachgerüttelt wurden, wird ihr kein Trost sein.

Der Technikertag hatte dadurch ein aktuelles Thema, zu dem weiterführendes Material und aktuelle Listen ausgegeben wurden. Zusätzlich ergaben sich durch die aktuellen, noch nicht veröffentlichten Änderungen der Wettkampfbestimmungen, die allen anwesenden Vereinen mitgegeben werden konnten, wichtige Informationen über die normalen Mitteilungen des Technikertages hinaus. Diese schnelle direkte Informationsweitergabe an alle Vereinsvertreter war der Lohn für die teilweise sehr weite und umständliche Anfahrt - neben der umfangreichen Verköstigung und gelungenen Ausrichtung durch den Blomberger SV. Danke für diese Tagungsmöglichkeit!!!

Kommen wir zu anderen Aktivitäten der Sparte Schwimmen in OWL.

Das Wichtigste war vielleicht die endlich wieder auflebenden Maßnahmen für einen ernannten OWL-Kader der besten SchwimmerInnen der Jahrgänge 1988/89. Mit unseren beiden Kadertrainern Frank Bröckelmann aus Rheda und Uwe Witte aus Warendorf gelang es, einen Lehrgang in der Sportschule der Bundeswehr durchzuführen. Die Aktiven waren begeistert, die Trainer, die zur Videoanalyse eingeladen waren, ebenso. Der Schwerpunkt lag auf Technikanalysen und -verbesserungen, wobei auch die Kilometerzahlen nicht ganz ohne waren. Ein T-Shirt erzeugte bei den Kadermitgliedern ein Gruppengefühl. Der Wiedererkennungswert zeigte sich dann auf den nachfolgenden Meisterschaften: die Aktiven trugen es stolz! Auf Grund dieser so positiven Maßnahmen und auch der erfolgten Rückmeldungen werden im nächsten Jahr zwei Lehrgänge geplant.

Ein für den Masters-Bereich geplanter Lehrgang musste abgesagt werden. Es kamen zu wenige Meldungen zusammen. Das war erstaunlich, zumal bei einer Umfrage so ein Lehrgang dringend erwünscht wurde. Vielleicht können wir auch hier mit Euch zusammen einmal Ursachenforschung betreiben. Nur dann können wir Eure Wünsche erfüllen.

Die Lehrgänge im Trainerbereich waren erneut gut besucht. Es wurden 20 Sportassistenten ausgebildet und 18 künftige C-Trainer Schwimmen besuchten den C-Aufbau-Kurs. Die weitere Ausbildung beim SV NRW wurde von 20 Übungsleitern angestrebt. Da unserem (nach Mitgliederzahl kleinen) SV OWL aber in der Regel nur 3 Plätze zur Verfügung stehen, insgesamt auch nur vier Lehrgänge pro Jahr angeboten werden, mussten einige ihren Fortbildungsdrang noch etwas zurückstellen.
Zwei Fortbildungstermine für C-Trainer Schwimmen wurden im September in OWL angeboten und von unseren Trainern wahrgenommen.

Auch bei den Kampfrichtern tat sich eine Menge.
179 Kampfrichter trafen sich zur Fortbildung, für eine Ausbildung der Gruppen I, II und III haben sich ebenfalls über 100 Schwimminteressierte entschlossen. Somit haben wir in OWL zur Zeit:
463 Kampfrichter der Gruppe I
3 " " " II
142 " " " III
27 " " " IV
Leider scheidet O. Schmutzler mit Ende des Jahres 2001 aus dem Schiedsrichterkader aus. Herzlichen Dank auch von meiner Seite für die vielen Jahre des Einsatzes am Beckenrand. Sehr erfreulich ist, dass wir im letzten Jahr erneut zwei Schiedsrichter ausbilden konnten.
Besonders erfreulich und auch im Jahresbericht sicherlich erwähnenswert ist die hohe Qualität, die unsere Kampfricher und vor allem Schiedsricher am Beckenrand zeigen und fordern. Dies spiegelt sich dadurch wider, dass viele unserer Schiedsrichter in den NRW-Kader berufen sind.
Hervorzuheben ist auch, dass der SV OWL mit Christian Böck (neben Franz Brückl, Lothar Graupe, Harald Laabs und Uwe Thost) einen 5. Schiedsrichter auf dem Sprung in den DSV-Kader hat, obwohl rein rechnerisch nur 4 Plätze zugestanden werden.
Und weiterhin hervorgehoben wird die Qualität unserer Schiedsrichter durch die Tatsache, dass Harald Laabs auf der 4 Jahre gültigen neuesten FINA-Liste steht, das heißt, einer von 4 Schiedsrichtern im DSV ist, der auf FINA-Wettkämpfen zum Einsatz kommt. Wir wünschen ihm viel Erfolg und freuen uns, ihn dann bei entsprechender Übertragung auch im Fernsehen zu sehen.

Nicht zuletzt möchte ich auf die Bestenlisten hinweisen, die in Diskettenform preiswerter und handlicher sind als in gedruckter. Die weiterhin bestehenden Mängel liegen aber zum großen Teil an nicht weitergegebenen oder an in schriftlicher Form weitergeleiteten Daten, statt Theo auf elektronischem Weg Informationen zu übermitteln und ihm die Arbeit zu erleichtern.

Zum Schluss - wie auch am Anfang - möchte ich mich nochmals für die gute Zusammenarbeit bei allen bedanken, bei den Aktiven und ihren Eltern, den Trainern, Betreuern und Sportfunktionären der Vereine, den Kampfrichtern und Mitarbeitern im Schwimmausschuss und Vorstand. Bitte kommt weiterhin mit Fragen, Anregungen und Kritiken zu uns. Nur wenn wir wissen, was gut war oder was nicht so gut ankam, können wir etwas ändern. Deshalb sind wir auf die Mithilfe aller angewiesen. Ich freue mich mit Euch auf das kommende, hoffentlich ähnlich erfolgreiche Jahr 2002. Gemeinsam werden wir es schaffen.

Dezember 2001
Ulrike Urbaniak
Schwimmwartin SV OWL