Insgesamt gingen in diesem Jahr 654 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Start und absolvierten 1160 Einzelstarts sowie 115 Staffelstarts. Auch vier ausländische Vereine – drei aus der Schweiz und einer aus der Ukraine – waren vertreten. Zum Vergleich: Bei den Titelkämpfen 2025 in Wolfsburg nahmen 692 Aktive mit 1248 Einzelstarts teil.
Aus Ostwestfalen-Lippe waren fünf Vereine mit acht Aktiven und insgesamt 22 Starts vertreten – und das mit großem Erfolg: Drei Gold-, eine Silber- und zwei Bronzemedaillen gingen an das OWL-Masters-Team.
Für den 1. Paderborner SV starteten Ines Schuh (AK 35) und Fabienne Ruhmöller (AK 30). Schuh belegte über 1500 m Freistil in 21:01,79 Minuten Rang drei, wurde über 800 m Freistil Vierte (10:59,26) und über 400 m Freistil Fünfte (5:22,31). Ruhmöller sicherte sich über 400 m Lagen in 6:14,97 Minuten den Deutschen Meistertitel und schwamm über 200 m Schmetterling in 2:55,46 Minuten zu Silber.
Für die TG Ennigloh war Florian Werner (AK 40) am Start. Über 1500 m Freistil belegte er in 20:57,78 Minuten Rang vier – allerdings mit einem kleinen Handicap: Wie er anschließend berichtete, war Wasser in seine Schwimmbrille gelaufen. Über 800 m Freistil wurde er in 10:50,43 Minuten Fünfter. Besonders bemerkenswert: Werner startete am Freitag noch bei der DM in Stuttgart über 1500 m Freistil und schwamm am Sonntag dieselbe Strecke erneut bei den NRW-Meisterschaften in Düsseldorf.
Die Warendorfer SU wurde von Christian Schneider (AK 50) vertreten. Er erreichte über 1500 m Freistil in 21:56,69 Minuten Platz sieben sowie Rang fünf über 800 m Freistil (11:29,25). Seine weiteren Meldungen zog er im Verlauf des Wettkampfs zurück.
Mit zwei Aktiven war die Ahlener SG vertreten. Maximilian Hallermann (AK 20) wurde Fünfter über 400 m Lagen (5:12,12) und 400 m Freistil (4:38,79) sowie über 200 m Brust (2:42,90). Über 200 m Schmetterling sicherte er sich in 2:32,81 Minuten die Bronzemedaille. Alexander Bulatovic (AK 20) wurde über 200 m Brust in 2:51,56 Minuten Neunter, während er leider über 400 m Lagen disqualifiziert wurde.
Sehr erfolgreich waren auch die Wasserfreunde Bielefeld. Carla Beckmann (AK 40) gewann sowohl über 200 m Schmetterling in 2:36,08 Minuten als auch über 400 m Freistil in 4:59,63 Minuten jeweils Gold. Vereinskollege Benedikt Schulte (AK 20) belegte über 800 m Freistil in 10:44,47 Minuten Platz elf und über 400 m Freistil in 5:08,01 Minuten Rang 13.
Hier ein kleiner Bericht von Carla zur DM Lange Strecken in Stuttgart:
"Von Stuttgart gibt es nicht allzu viel zu berichten. Mein Ziel, beide Rennen zu gewinnen, habe ich erreicht, auch wenn die Spuren einer kürzlichen Grippe noch deutlich spürbar waren. Die Veranstaltung war sehr gut organisiert. Besonders positiv war die personenbasierte Akkreditierung – anders als bei vielen anderen Wettkämpfen, wo die Registrierung vereinsweise erfolgt und Nachfragen oft unfreundlich beantwortet werden. Gerade bei den Masters ist dieses Verfahren praktisch, da die Teilnehmer in verschiedenen Abschnitten starten und sich nicht ständig begegnen. Die Medaillen waren dieses Mal wieder besonders gelungen. Anders als die üblichen durchsichtigen Plastikmedaillen gab es diesmal individuell gestaltete, echte Meisterschaftsmedaillen – ein schönes Detail, das den Wettkampf aufwertet.
Insgesamt gehören die Deutschen Meisterschaften über die langen Strecken für mich zu den angenehmsten Masters-Veranstaltungen. Die Schwimmhalle in Stuttgart ist ideal: 25-m-Ausschwimmbecken, viele Tribünenstufen und genügend Platz. Im Vergleich dazu wird es bei Gera im Sommer sicher voller, aber dafür kann man bei Pausen leichter nach draußen. Alles in allem eine sehr gelungene Veranstaltung, die sowohl sportlich als auch organisatorisch überzeugt hat."
Auch überregional sorgten einige Leistungen für besondere Aufmerksamkeit. Helga Reich (SC Wiking Herne) stellte in der Altersklasse 90 über 1500 m Freistil mit 37:43,15 Minuten einen neuen Deutschen Rekord auf; auch ihre Zwischenzeiten über 100 m, 200 m, 400 m und 800 m dürften neue Bestmarken darstellen. Maren Spietzack (SG Heddesheim) schwamm bei ihrem ersten Start über 1500 m Freistil auf der Langbahn starke 17:55,68 Minuten und blieb damit deutlich unter dem Deutschen Rekord der AK 35 sowie sogar unter dem Europarekord. Aufgrund der Handzeitnahme – für eine Rekordanerkennung wären drei Zeitnehmer erforderlich gewesen – kann die europäische Bestmarke jedoch nicht offiziell anerkannt werden.
Insgesamt wurden bei den Meisterschaften 13 Deutsche Rekorde (inoffiziell) aufgestellt – ein weiteres Zeichen für das hohe sportliche Niveau dieser Titelkämpfe.